13.12.2018
Kleine, auf das Wesentliche reduzierte Wohnungen sind längst keine Seltenheit mehr, vor allem in den Großstädten. Und darüber, dass auch auf wenig Platz gemütliche Wohnräume entstehen können, sind sich alle einig. Der Umbau, den das Madrider Büro elii (oficina de arquitectura) in einer nicht mal 35 Quadratmeter großen Wohnung durchführte, überrascht dennoch mit seiner komplexen Organisation und Optimierung jedes einzelnen Kubikmeters. Die kleine Eckwohnung eines Altbaus in der Innenstadt Madrids benannten die Architekten Yojigen Poketto – was aus dem Japanischen übersetzt soviel wie „eine vierdimensionale Tasche“ heißen würde. Die kompakte Wohnfläche ist in unterschiedliche Zonen geteilt. Dieses Vorgehen wurde durch die L-Form des Grundrisses begünstigt und mit dem Einziehen einer weiteren Ebene noch unterstützt: Der intime Wohnbereich – Badezimmer und Schlafzone – ist vom Eingang räumlich getrennt und nicht sichtbar. Die beiden Bereiche sind durch ein Einbaumöbel verbunden, das 90 Zentimeter höher liegt als die Hauptebene. So wird viel versteckter Stauraum gewonnen – und mehr Tiefe für die Badewanne, die tatsächlich einem Pool im Miniformat ähnelt. Die Optimierung der Funktionen...
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